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Das seid ihr Hunde wert! – Lesung mit Musik

Es ist nicht möglich, Leben und Werk Erich Mühsams zu trennen. Er war Bohemien, Dichter, Anarchist, Humorist, politischer Publizist, Dramatiker, bisexueller Erotomane, Revolutionär, selbst in größter Not unbeirrbarer Menschenfreund und schließlich eines der ersten prominenten Opfer der Nazis. 1933 wurde er noch in der Nacht des Reichstagsbrandes verhaftet und nach monatelanger Folter im KZ Oranienburg ermordet.

Bundesweite Lesungen für das von Markus Liske und Manja Präkels herausgegebene Erich-Mühsam-Lesebuch.

Im Mühsam-Jahr 2014 widmete Der Singende Tresen dem Dichter ein ganzes Album. MÜHSAMBLUES enthält dreizehn neu vertonte Texte, darunter einen bislang unveröffentlichten Schatz aus dem Nachlass des umtriebigen Protagonisten eines Deutschlands zwischen zwei Weltkriegen, der zwischen Hoffnung und Verzweiflung stets mit dem Humor eines Überlebenskünstlers ausgerüstet war.

Weitere Programme des Singenden Tresens finden Sie auf der Seite der Gedankenmanufaktur Wort & Ton.

MÜHSAMBLUES – Platte des Monats September 2014 in der Konkret: „[D]ie Band versteht sich wundersam auf die Frickelei zwischen Hanns Eisler und Tom Waits. […] Mühsam hätte sie gemocht. Allein der Zärtlichkeit wegen.“ (H. Justin)

Kirschen mit Musik – Szenische Lesung aus „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“

„Vielleicht hat mir Hitler das Leben gerettet, damals. Wir hatten gegeneinander gekämpft, ohne uns dabei je direkt gegenübergestanden zu haben. Und als wir uns – Jahre später – trafen, Veteranen nunmehr, Kriegsbeobachter, bekam ich keine Beleidigung, keine Demütigung, keinen Schlag, keine Kugel, nicht seinen Hass – nur seine Nummer …“

Die Anna-Seghers-Preisträgerin Manja Präkels erzählt in ihrem Debütroman „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ (Verbrecher Verlag) vom Verschwinden der DDR in einem brandenburgischen Kleinstadtidyll, dem Auftauchen verloren geglaubter Gespenster, von Freundschaft, Liebe und Wut.

Live wird die Lesung begleitet von den Musikern Thorsten Müller und Benjamin Hiesinger. Präkels´ langjährige musikalische Weggefährten vom „Singenden Tresen“ haben eigens Stücke zum Text komponiert.

Sechs Tage im April

Das Hörbuch zum Buch „Sechs Tage im April“ von Markus Liske
Mit Robert Stadlober, Markus Liske u. a.
Musik von »Der Singende Tresen«

Nur sechs Tage lang, vom 7. bis zum frühen Morgen des 13. April 1919, währte die Bayerische Räterepublik, die auch als »Dichterrepublik« in die Geschichte einging und deren wichtigstes Sprachrohr der Anarchist Erich Mühsam war. Sechs Tage, die bis heute sozialrevolutionäre Träume von einer gesellschaftlichen Alternative zu Parlamentarismus einerseits und Parteidiktatur andererseits beflügeln.

Erich-Mühsam-Fest & Vorsicht Volk

Mit-Organisator des Erich-Mühsam Festes 2014 und der Folgeveranstaltung Vorsicht Volk 2015

„Es mag anmaßend erscheinen, Künstler und Debatten von heute mit dem Etikett der Mühsamschen Tradition zu versehen, aber ich bin sicher, gerade diese Anmaßung hätte ihm gefallen. Natürlich präsentieren wir beim Fest auch den Original-Mühsam in Form von Lesungen und neuen Vertonungen, aber vor allem geht es uns um Fragen der Gegenwart. Eine reine Gedenkveranstaltung wäre sicher nicht in Erich Mühsams Sinne.“ (Manja Präkels, Autorin, Sängerin und Mit-Initiatorin des Festes)

Ausführliche Informationen finden Sie unter www.kulturelleinformtion.de

Die Stadt der Millionen. Ein Lebensbild Berlins.

Ein Film von Adolf Trotz (1925) mit neuer Musik für Kammerensemble

DIE STADT DER MILLIONEN ist ein bunter Bilderbogen und das erste abendfüllende Stadtporträt der deutschen Filmgeschichte – ein zu Unrecht vergessenes und wertvolles Zeitdokument der Metropole, die es in dieser Gestalt nicht mehr lange geben sollte. Ein verblüffender filmischer Spaß mit großer Freude am Experimentieren, die Wiederentdeckung eines verlorenen Klassikers mit neu komponierter und eingespielter Ensemble-Musik.

Lilia Antico -Vibraphon
Thorsten Müller – Klarinette
Boris Bojadzhiev – Violoncello
Bowen Liu – Klavier

Komposition und Künstlerische Leitung – Boris Bojadzhiev, Bowen Liu
Musikaufnahme und Mischung – Christoph de la Chevallerie

© Filmmuseum Potsdam // In Zusammenarbeit mit ARTE Edition

„Wo ist Zuhause, Vogelherz?“

„Dieses Programm verzichtet auf den Beifall und die Zustimmung, aber auch auf den Widerspruch und sogar die Kritik derjenigen, welche Armut mißachten, hassen und verfolgen. Es wendet sich nicht an jene Westeuropäer, die aus der Tatsache, daß sie bei Lift und Wasserklosett aufgewachsen sind, das Recht ableiten, über rumänische Läuse, galizische Wanzen, russische Flöhe schlechte Witze vorzubringen. Dieses Programm verzichtet auf die „objektiven“ Hörer, die mit einem billigen und sauren Wohlwollen von den schwankenden Türmen westlicher Zivilisation auf den nahen Osten hinabschielen und auf seine Bewohner; aus purer Humanität die mangelhafte Kanalisation bedauern und aus Furcht vor Ansteckung arme Emigranten in Baracken einsperren, wo die Lösung eines sozialen Problems dem Tod überlassen bleibt.“                                (frei nach Joseph Roth, Juden auf Wanderschaft, 1927)

Manja Präkels – Ukulele/ Sounds
Thorsten Müller – Bassklarinette
Zhenja Oks – Gitarre
Benjamin Hiesinger – Kontrabass

Manja Präkels und Markus Liske lesen und vertonen gemeinsam mit ihren fabelhaften Kollegen vom Singenden Tresen Texte von „vogelfreien Nestbeschmutzern“: Erich Mühsam, Mascha Kaléko, Christa Reinig, Günter Bruno Fuchs, Heiner Müller, Hilde Domin, Joseph Roth, Ernst Toller, Steffen Mensching und Robert Gernhardt.

Kreuzberger Klarinetten Kollektiv

Urban, originell und modern: Das Kreuzberger Klarinettenkollektiv präsentiert mit „Schlönz“ ihr zweites Studioalbum, das einem völlig eigenen Sound mit durchweg kreativen Kompositionen folgt. Entstanden im Umfeld der Kreuzberger Musikschule spielt das Ensemble „mit einer Unbekümmertheit und einem Verve wunderbar originelle Arrangements.“ (Gebhard Ullmann) Legen Sie diese CD ein und haben Sie einen schlönzigen Moment!

Das KKK lässt den anarchistischen Geist von Kreuzberg […] weiterleben. Ein gleichermaßen jazziger wie witziger Soundtrack für eine musikalische Entdeckungsreise mit hohem Wiedererkennungswert, aber auch mit Ohrwurmqualitäten. (Rainer Bratfisch, Jazzpodium 6/19)

Erschienen bei Kreuzberg Records / AMA Fachverlag für Zeitgenössische Musik

Kommen Sie näher! Treten Sie ein! Sperren Sie ihre Ohren auf und lauschen Sie unseren schlagenden Klarinettisten, gefallenen Engeln und entschlafenen Enten. Laufen sie mit, wenn sich Hase und Igel ein Rennen liefern, reisen Sie mit uns an entlegene Orte und drehen sie eine Runde auf unserem Kettenkarussell. Der Eintritt ist frei, der Jahrmarkt ist eröffnet. Sie mögen es Dada nennen, wir nennen es „11“.

   EP „11“ – Kreuzberger Klarinetten Kollektiv – Solo Jürgen Kupke (cl) / Thorsten Müller (bcl)